Rechtsanwalt Berlin Verkehrsrecht

Sie waren in einen Unfall mit Fußgänger verwickelt oder sind selbst als Passant durch ein Kfz verletzt worden? Dann nutzen Sie unsere Erfahrung als Kanzlei für Verkehrsrecht in Berlin.

Sind Sie rechtsschutzversichert?
 Ja Nein
Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.

Hier finden Sie uns:

Warum Anwalt in Berlin bei Unfall mit Fußgänger?

Nahezu tagtäglich werden auf den Straßen und Fahrbahnen in Deutschland Fußgänger angefahren. In vielen Fällen gehen Unfälle für Passanten glimpflich aus, aber es gibt auch Fußgängerunfälle, die einen Rechtsstreit nach sich ziehen. In solchen Fällen steht der Anwalt für Verkehrsrecht in Berlin zur Verfügung.

Was müssen Fußgänger beim Überqueren der Straße beachten und wann muss der Fußgänger dem Fahrzeug die Vorfahrt gewähren? Geregelt ist das in §1 der Straßenverkehrsordnung. In diesem Paragraphen ist geregelt, dass alle Straßenverkehrsteilnehmer immer zu vorsichtigem Verhalten und Rücksichtnahme angehalten sind. Zudem regelt der Paragraph, dass das eigene Verhalten als Fahrer oder Fußgänger keine anderen Personen schädigen oder gefährden darf.

Dürfen Fußgänger auf Straßen und Fahrbahnen laufen?

In der Straßenverkehrsordnung gibt es auch Regelungen zum Verhalten von Passanten, die zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs sind. Dies ist in § 25 geregelt und besagt, dass Fußgänger Gehwege nutzen müssen und dass nur in besonderen Ausnahmen die Fahrbahn zu Fuß genutzt werden darf. Die Nutzung der Straße ist nur dann gewährt, wenn es keinen Seitenstreifen und keinen Gehweg gibt. Gehen Passanten innerorts auf der Fahrbahn, müssen sie den linken oder rechten Straßenrand nutzen.

Wo darf man außerhalb geschlossener Ortschaft gehen?

Geht man außerhalb geschlossener Ortschaft auf der Straße, muss man immer den linken Fahrbahnrand nutzen. Beim Überqueren von Straßen muss immer der kürzeste Weg genutzt werden. Für Autofahrer ist wiederum in § 26 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt, dass Fußgänger Vorrang an Überwegen haben. Auch beim Abbiegen sowie im Bereich von Haltestellen sind Fahrer von Fahrzeugen zu Rücksicht auf Fußgänger verpflichtet.

Wer ist Schuld bei Fußgängerunfall?

Die Schuld bei einem Fußgängerunfall richtet sich nach den Verkehrspflichten und ob diese vom Passanten oder vom Fahrer des Fahrzeugs missachtet wurden In vielen Fällen haben sowohl Autofahrer als auch Passanten Schuld an dem Unfall und man spricht von einer Teilschuld bzw. von einer Mitschuld.

Worauf muss ein Fußgänger im Straßenverkehr achten?

Wird eine Person bei einem Unfall angefahren, so steht immer die Schuldfrage im Raum. In der Vergangenheit gab es schon viele Gerichtsurteile dazu. Im Falle von Unfällen an Zebrastreifen hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass ein Fußgänger vor dem Überqueren zunächst immer prüfen muss, ob ein Fahrzeug anhält. Geht es um das Überqueren von Straßen an Bereichen, an denen Fußgänger nicht vorgesehen sind, muss der Fußgänger solange warten, bis ein gefahrloses Überqueren der Straße möglich ist.

Was müssen Kfz-Fahrer bei Gehwegen beachten?

Aber auch der Pkw-Fahrer ist in der Pflicht und muss immer Gehwege und das Gelände neben den Gehwegen im Blick haben. Von einer Teilschuld bei einem Unfall mit Fußgänger spricht man, wenn der Passant oder der Autofahrer den oben genannten Pflichten nicht nachgekommen ist. Eine Teilschuld wird dem Fahrer des Kraftfahrzeugs bei einem Fußgängerunfall auch zugesprochen, wenn der Fahrer alkoholisiert oder mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs war.

Muss man beim Unfall mit Fußgänger Schmerzensgeld bezahlen?

Wenn der Autofahrer gegen die Verkehrsregeln verstoßen hat und dadurch einen Passant verletzt wurde, muss dem Fußgänger Schmerzensgeld gezahlt werden. Die Höhe des Schmerzensgeld richtet sich nach der Schmerzensgeldtabelle und den Urteilen des Oberlandesgerichts (OLG).

Wird ein Passant beispielsweise beim Überqueren eines Zebrastreifens angefahren und verletzt, kann das Schmerzensgeld auch geringer sein, wenn dem Fußgänger ein Fehlverhalten nachgewiesen wird, das den Unfall verursacht hat. Kraftfahrzeugfahrer müssen bei einem Unfall mit Passanten je nach Fall und Schuld mit dem Vorwurf der Körperverletzung oder der fahrlässigen Körperverletzung rechnen.

Vom Fahrzeug angefahren – Wie viel Schmerzensgeld bekommt ein Fußgänger?

Ob ein Fußgänger bei einem Unfall mit einem Fahrzeug Schmerzensgeld erhält, wird im Einzelfall entscheiden. Wird dem Passanten eine Teilschuld nachgewiesen, weil die Person zum Beispiel am Zebrastreifen einfach losgelaufen ist, dann mindert das die Höhe des Schmerzensgeldes.

Hat der Autofahrer die alleinige Schuld an dem Fußgängerunfall, wird der Vorwurf der Körperverletzung ausgesprochen. Ob der Vorwurf ausgesprochen wird, hängt auch von der Verletzung des Fußgängers und den Folgen der Verletzung ab. Pauschale Aussagen zur Höhe des Schmerzensgeldes gibt es nicht. Kommt es zu einem Unfall mit Personenschaden muss die Polizei gerufen werden. Im nächsten Schritt kann ein Anwalt für Verkehrsrecht in Berlin bei einem Rechtsstreit nach einem Unfall mit Fußgänger beraten.

Welche Strafe, wenn man Fußgänger angefahren hat?

Wird ein Passant angefahren und hat keine Teilschuld, muss der Fahrer des Fahrzeugs mit einem Gerichtsverfahren wegen Körperverletzung rechnen. Für diesen Vorwurf werden, je nach Einzelfall, Freiheitsstrafen oder Geldstrafen verhängt. Über ein zivilrechtliches Verfahren kann der verletzte Fußgänger Schmerzensgeld einklagen.

Was ist die Beobachtungspflicht im Straßenverkehr?

Der Fahrer eines Fahrzeugs unterliegt der sogenannten Beobachtungspflicht und muss immer die Straße, den Straßenrand und den angrenzenden Gehweg oder Bürgersteig im Blick haben. Die Sanktionen für den Fahrer oder den Fußgänger nach einem Unfall richten sich nach der Schuldfrage und ob eine Partei die alleinige Schuld hat oder ob eine Teilschuld vorliegt.

Hat ein Passant Teilschuld oder die alleinige Schuld an dem Unfall mit einem Pkw, dann muss der Fußgänger für die Schäden haften. Ein Anspruch auf ein Schmerzensgeld kann, wenn der Fußgänger die alleinige Schuld hat, komplett entfallen.

Gibt es Bußgelder für Fußgänger?

Nicht nur für Fahrer von Kraftfahrzeugen gibt es Bußgelder. Im aktuellen Bußgeldkatalog sind auch Bußgelder für Fußgänger geregelt. Grundsätzlich gilt, dass die Vorschriften der Straßenverkehrsverordnung (StVO) auch für Fußgänger gelten. Im Folgenden eine Übersicht mit Bußgeldern für Fußgänger:

Tatbestand / VorwurfBußgeld für Fußgänger
Autobahn betreten oder überqueren10 Euro
Straße an einer für Fußgänger nicht vorgesehenen Stelle betreten oder überqueren10 Euro
Straße begehen oder überqueren, wenn Seitenstreifen oder Gehweg vorhanden ist5 Euro
Missachtung einer roten Fußgängerampel5 Euro

​Wie richtig verhalten, wenn man Passant angefahren hat?

Nach einem Unfall zwischen einem Fahrzeug und einem Passanten gilt das gleiche Verhalten wie bei anderen Verkehrsunfällen. Die Unfallstelle muss abgesichert werden und der Notruf gewählt werden. Zum korrekten Verhalten nach einem Unfall mit Fußgänger gehören auch das Leisten von Erster Hilfe und das Warten, bis die Rettungskräfte und die Polizei am Unfallort eintreffen.