Rechtsanwalt Berlin Verkehrsrecht

Sie haben Fragen zur MPU oder eine Auflage zur medizinisch-psychologischen Untersuchung erhalten? Als erfahrener Anwalt für MPU unterstützen wir Sie bei der MPU.

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Anwalt für MPU in Berlin

Der Anwalt für MPU in Berlin ist der Ansprechpartner, wenn man Fragen zur medizinisch-psychologischen Untersuchung hat. Der Rechtsanwalt berät auch, ob man eine MPU umgehen kann und wie man sich auf die MPU vorbereitet.

Was bedeutet MPU?

MPU ist die Abkürzung für die Medizinisch-Psychologische-Untersuchung. Bei der Untersuchung steht eine Eignung einer Person im Fokus. Anhand der Untersuchung soll die Tauglichkeit, ein Kfz im Straßenverkehr zu führen, festgestellt werden. Ein Anwalt für MPU berät bei Fragen, wenn eine MPU angeordnet wird.

Was ist ein MPU-Gutachten?

Das medizinisch-psychologische Gutachten, das mittels der MPU erstellt wird, ist für die Fahrerlaubnisbehörde ein Mittel, um eine Fahreignung festzustellen. Die Fragestellungen der MPU werden von der Fahrerlaubnisbehörde festgelegt. Die Fragen beziehen sich auf den Sachverhalt, der zu den Zweifeln an der Fahreignung des Prüflings geführt hat. Es können auch mehrere Fragestellungen von der Fahrerlaubnisbehörde festgelegt werden. Der Anwalt für Verkehrsrecht kann darüber beraten, welche Fragestellungen aufgrund des Sachverhalts zu erwarten sind.

Was kostet die MPU?

Die Kosten für eine MPU sind abhängig von dem Umfang der Untersuchung und den Fragestellungen. Je nach Zusatzkosten und Aufwand liegen die Preise zwischen 500 Euro und über 1.000 Euro. Wird eine MPU aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum angeordnet, gibt es Mehrfachfragestellungen und Laboruntersuchungen. Das bedeutet einen Mehraufwand und damit höhere Kosten für die medizinisch-psychologische Untersuchung.

Wie lange dauert eine MPU?

Eine medizinisch-psychologische Untersuchung dauert in der Regel ca. 2,5 Stunden. Neben dem Ausfüllen von Fragebögen und der Untersuchung umfasst die MPU auch einen Leistungstest und einen Reaktionstest. Die psychologische Untersuchung ist der Hauptteil und dauert rund eine Stunde. Durchgeführt wird die MPU von einem Verkehrspsychologen und einem Verkehrsmedizinier.

Wann kann man frühestens die MPU machen?

Rund drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist für die Fahrerlaubnis sollte man die Teilnahme an der MPU beantragen. Wurde die Fahrerlaubnis aufgrund von Drogen oder Alkohol am Steuer entzogen und die Auflage für eine MPU erteilt, sollte man schon frühzeitig mit der medizinischen Vorbereitung beginnen. Dazu gehört auch das Gespräch mit einem Verkehrspsychologen, um zu klären, wie lange und in welcher Form die Vorbereitung auf die MPU erfolgen sollte.

Warum muss man eine MPU machen?

Eine MPU wird dann angeordnet, wenn die Fahreignung einer Person angezweifelt werden muss. Wenn man schwerwiegende oder viele Auffälligkeiten im Verkehr mit einer hohen Wiederholungswahrscheinlichkeit hat, muss man in Deutschland an der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) teilnehmen.

Häufige Gründe, warum Personen an der MPU teilnehmen müssen, sind Drogen oder Alkohol am Steuer und das Überschreiten von acht Punkten im Verkehrszentralregister. Veranlasst wird die MPU durch die Fahrerlaubnisbehörde. Mittels MPU wird festgestellt, ob eine Person zur sicheren Führung eines Fahrzeugs im Straßenverkehr geeignet ist.

Braucht man MPU für die Fahrerlaubnis?

Grundsätzlich muss, wenn eine MPU angeordnet wurde, diese ein positives Ergebnis haben, damit die Person wieder zum Führen eines Fahrzeugs zugelassen wird. Neben der MPU kann von der Fahrerlaubnisbehörde auch ein ärztliches Gutachten gefordert werden, um eine Fahreignung zu prüfen. Das ärztliche Gutachten wird zum Beispiel in den folgenden Fällen gefordert:

  • illegaler Konsum oder Besitz von Betäubungsmitteln
  • Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit
  • medizinische Auffälligkeiten wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes oder Anfallsleiden

Eine medizinisch-psychologische Untersuchung wird von der Führerscheinstelle gefordert, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Fahren unter hohem Alkoholeinfluss (ab 1,6 Promille) oder wiederholtes Fahren unter Alkoholeinfluss
  • Fahren unter Drogeneinfluss
  • häufige Verstöße im Straßenverkehr
  • wiederholte Verstöße und Auffälligkeiten im Straßenverkehr während der Probezeit
  • Straftaten im Straßenverkehr oder hohe Gewaltbereitschaft im Straßenverkehr

Kann Anwalt eine MPU vermeiden?

Die Auflage, eine MPU zu machen, bedeutet hohe Kosten und kann, wenn man das Kfz für den Job braucht, die Existenz bedrohen. Der Anwalt kann eine MPU nicht vermeiden, aber kann in Abhängigkeit zur Sachlage unterstützen, wenn die Behörde eine Fahrerlaubnis entzogen hat oder wenn die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis von der Behörde abgelehnt wird.

Wie MPU anfechten?

Hat man die MPU nicht bestanden, kann der Anwalt prüfen, ob es sich lohnt, das Ergebnis anzufechten. Es ist zielführend, sich auf die MPU vorzubereiten, damit das Ergebnis positiv ausfällt. Die Anordnung für eine MPU ist nicht anfechtbar, weil kein Rechtsbehelf angewendet werden kann. Anfechtbar ist die MPU erst dann, wenn man kein Gutachten erbringt. Das Gutachten ist rechtlich gesehen eine Sache und wenn diese fehlt, erfolgt die Entziehung der Fahrerlaubnis.

Fehlt das Gutachten als Sache ist der Bereich Entziehung der Fahrerlaubnis anfechtbar. Betroffene erhalten einen Bescheid über die Entziehung der Fahrerlaubnis. Ab Zustelldatum hat man einen Monat Zeit für den Widerspruch.

Kann Anwalt helfen, wenn MPU nicht bestanden wurde?

Hat man die MPU nicht bestanden sind der Betroffene und der Anwalt bei Anfechtung des MPU-Gutachtens in der Beweispflicht. Bei der Beweispflicht müssen falsche Einschätzungen seitens der Prüfstelle nachgewiesen werden. Zu den Beweismitteln zählen Gesprächsaufnahmen, auf die der Prüfling aber keinen Anspruch hat. Sinnvoll ist es, einen Anwalt für die Vorbereitung auf die medizinisch-psychologische Untersuchung zu konsultieren.

Der Anwalt kann Informationen und Tipps geben, wie man die Prüfungsanforderungen erfüllt und was man im Gespräch tun und nicht tun sollte. Zudem bietet der Anwalt auch eine Beratung, wenn es um Informationen zum Abstinenznachweis oder um weitere Nachweise für die Fahrerlaubnisbehörde geht.

Wann ist eine MPU verjährt?

Es gibt für die MPU keine Verjährungsfrist, aber nach 15 Jahren erfolgt eine Löschung des Akteneintrags. Nach dieser Zeit ist es möglich, den Führerschein neu zu beantragen. Es ist aber notwendig, eine Fahrschule für die Theorie- und Praxisprüfung zu besuchen und die Sonderfahrten sowie die Theorie-Pflichtstunden zu absolvieren.

Kann man Führerschein ohne MPU zurückerhalten?

Man kann in einigen Fällen den Führerschein ohne MPU zurückerhalten. Grundsätzlich entscheidet die zuständige Fahrerlaubnisbehörde über die Auflage einer MPU. Ist die Sperrfrist abgelaufen und der dazugehörige Eintrag im Fahreignungsregister (FAER) verjährt, kann man den Führerschein zurückerhalten. Eine dritte Möglichkeit ist, dass die Sperrfrist abgelaufen ist und der Führerschein im Ausland erworben wird. Die Sperrfrist für einen Führerschein beträgt zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Die genaue Sperrfrist hängt von Vergehen im Straßenverkehr ab.

Wann verjähren Einträge im Fahreignungsregister?

Einträge im Fahreignungsregister (FAER) verjähren bei einem Punkt nach 2,5 Jahren, bei zwei Punkten nach fünf Jahren und bei drei Punkten nach zehn Jahren. Hat man zum Beispiel eine Sperrfrist von fünf Jahren und eine Verjährungsfrist von zehn Jahren, gibt es keine MPU-Auflage. Aber die Fahrerlaubnisbehörde kann eine Ablegung der Fahrerlaubnisprüfung fordern.